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Rede von OB Willi Schmöller zum 5-jährigen Bestehens des Kulturmodells Ich freue mich, dass Sie unserer Einladung aus Anlass des fünfjährigen Bestehens des Kulturmodells Bräugasse so zahlreich gefolgt sind und darf Sie hierzu sehr herzlich begrüßen. Mein besonderer Gruß gilt allen Künstlerinnen und Künstlern, die heute anwesend sind, insbesondere denen, die im Kulturmodell ein festes Domizil gefunden haben und hier arbeiten. Besonders willkommen heißen darf ich auch den Präsidenten des Kunstvereins und Ehrenbürger der Stadt Passau Herrn Hanns Egon Wörlen, der mit seinem Museum Moderner Kunst zugleich auch unser Nachbar ist. Sie, Herr Wörlen, zeigen durch Ihre regelmäßigen Besuche unserer Ausstellungen und Veranstaltungen ihre besondere Verbundenheit mit dem Kulturmodell. Dafür danke ich Ihnen. Ich begrüße herzlich den Vorsitzenden des Bundesverbandes Bildender Künstler Niederbayern Herrn Hubert Huber und die anwesenden Mitglieder des BBK. Mein Gruß gilt ebenso den Vertreter der Freundeskreise unserer Partnerstädte, denen ich für Ihre Aktivitäten, insbesondere beim internationalen Künstleraustausch, an dieser Stelle herzlich danken möchte. Ich begrüße in gleicher Weise die anwesenden Damen und Herren des Stadtrates. Gruß und Dank auch den Künstlern, die diesen Abend gestalten.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, 5 Jahre Kulturmodell Bräugasse - dieses Ereignis ist Grund zur Freude und natürlich auch Anlass, das Bestehen dieses Hauses in angemessenem Rahmen miteinander zu feiern. Der heutige Tag ist aber vor allem auch die Bestätigung eines Konzeptes, mit dem vor 5 Jahren Neuland betreten wurde. Wie der Name "Kulturmodell" schon sagt, ist der Ansatz zur Errichtung dieses Hauses nicht ein statischer, sondern ein dynamischer, steht im Mittelpunkt nicht eine festgefügte und für alle Zeiten gültige inhaltliche Definition des Hauses, sondern Kreativität, die durch eine weitgehende Künstlerselbstverwaltung gewährleistet ist und auch in Zukunft gewährleistet sein soll. Das Kulturmodell Bräugasse ist das Ergebnis eines offenen Dialogs zwischen den Kulturschaffenden und der Stadt, der Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre ganz besonders intensiv wegen der akuten Raumnot auf kulturellem Gebiet geführt worden ist. Es fehlten seinerzeit vor allem geeignete Proberäume, Ateliers für bildende Künstler, Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen. Es war sicherlich schon immer unser Bestreben, diesem misslichen Zustand soweit wie möglich abzuhelfen. Leider hatte die Stadt damals zunächst kein geeignetes Gebäude in ihrem Besitz, das eine solch vielfältige Nutzung ermöglicht hätte. So war es ein Glücksfall, als sich 1990 ergab, dieses frühere Brauereigebäude, in dem sich zuletzt ein Möbellager befand, zu erwerben, um das Kulturmodell einzurichten. Die Entstehung dieses Hauses ist bekanntermaßen sehr eng mit den Aktivitäten des Bundesverbandes Bildender Künstler, namentlich mit der Person des Vorsitzenden, Herrn Hubert Huber, verknüpft. Herr Huber hat mit der schon vor Jahren herangetragenen Idee, in Passau ein Künstlerhaus für Niederbayern zu schaffen, wesentlich dazu beigetragen, dass diese kulturelle Einrichtung durch die Stadt hier verwirklicht werden konnte. Ich freue mich sehr, dass das Kulturmodell seine Bewährungsprobe längst bestanden hat und seiner Aufgabe, Kulturschaffende in vielfältiger Weise zu fördern, gerecht wird. Hier finden Künstler aus Passau und der Region entsprechende Möglichkeiten zu arbeiten und sich der Öffentlichkeit vorzustellen. Aber auch der Austausch mit Künstlern anderer Städte des In- und Auslandes, insbesondere mit unseren Partnerstädten, ist eine wichtige Aufgabe dieser kulturellen Einrichtung der Stadt Passau. Gerade hier wird deutlich, dass Kunst international ist und über Grenzen hinweg die Menschen verbinden kann. Neben Ateliers, Wohn- und Proberäumen, Ausstellungsflächen und Veranstaltungsmöglichkeiten steht den Künstlern seit 1994 auch eine komplette Litho- und Radierwerkstätte zur Verfügung, die vom Bayer. Kultusministerium mit einem Zuschuss in Höhe von DM 100.000, finanziert wurde. Das Engagement des BBK und seiner einzelnen Mitglieder war ein unentbehrlicher Faktor, diese Werkstatt einzurichten. Ich danke hier im besonderen Herrn Hubert Huber für seine Initiative und Herrn Mario Schosser, der sich um die technische Ausstattung verantwortlich kümmerte. Ich darf bei dieser Gelegenheit darauf hinweisen, dass heute hier in diesem Raum Arbeiten aus der Druckwerkstatt zu sehen sind. Erfreulich ist auch, dass die Artothek, die vor fast genau einem Jahr ihr 5-jähriges Bestehen feiern konnte, hier ihr Domizil gefunden hat und die vielfältige Nutzung des Hauses auf sinnvolle Weise ergänzt. Sehr verehrte Damen und Herren, 5 Jahre Kulturmodell - nicht nur ein Grund für Festlichkeiten und Rückschau, sondern auch Gelegenheit zu danken. Ich möchte deshalb heute allen Kulturschaffenden, Künstlern und Institutionen, die dieses Haus mit Aktivität und Leben erfüllen, für ihr Engagement ein herzliches "Dankeschön" sagen, insbesondere auch für die Vorbereitung des interessanten und umfangreichen Programms zum Jubiläum. Ausdrücklicher Dank gilt heute ebenso dem Bundesverband Bildender Künstler, namentlich seinem Vorsitzenden, Herrn Hubert Huber der sich um die Errichtung, den Betrieb sowie um die künstlerische Selbstverwaltung des Kulturmodells besondere Verdienste erworben hat. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist er die treibende Kraft im BBK und nicht minder die treibende Kraft im Kulturmodell. Ein herzliches "Dankeschön" auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kulturbüros für ihre Arbeit. Sie hatten maßgeblichen Anteil an der praktischen Umsetzung der Idee, dieses Künstlerhauses zu errichten und haben in den zurückliegenden 5 Jahren viele mit der Organisation, personellen Kontinuität, Sicherung der baulichen Substanz u.ä. zusammenhängende Probleme lösen müssen. Ich danke ebenso Frau Lucia Uhrich, die seit Anfang an dieses Haus betreut, sich der Sorgen der Nutzer jederzeit fürsorglich annimmt und immer zur Stelle ist, wenn sie gebraucht wird. Dem Stadtrat gebührt besonderer Dank dafür, er der Schaffung dieser mittlerweile für unsere Künstler unverzichtbaren Einrichtung zugestimmt zu hat. Nicht zuletzt danke ich allen, die durch ihren Besuch und ihr Interesse dazu beitragen, dass dieses Haus und seine Kulturschaffenden Resonanz und Anerkennung in der Öffentlichkeit findet. Ein besonderes Dankeschön auch den Medien für ihre regelmäßige Berichterstattung über die hier stattfindenden Aktivitäten. Ich wünsche dem Kulturmodell eine weiterhin positive Entwicklung und dass es auch in Zukunft im kulturellen Leben unserer Stadt eine wichtige Rolle spielt. |